Wie wärs am Welt-Fahrrad-Tag mit einer Radtour „Hanf im Glück“?

 

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – „Besorg Dir ein Fahrrad. Wenn Du lebst, wirst Du es nicht bereuen.“ Dieses Zitat, das dem amerikanischen Schriftsteller Mark Twain zugeschrieben wird, packt ein ganzes Lebensgefühl in Worte. Dem Alleskönner auf zwei Rädern, welcher Bewegung, Freizeit, Naturerleben und Alltagsmobilität miteinander verbindet, ist sogar ein eigener Gedenktag gewidmet: am 3. Juni findet alljährlich der Welt-Fahrrad-Tag statt. Zusätzlich zum klassischen, ausschließlich mit Muskelkraft angetriebenem Fahrrad etablieren sich mehr und mehr die elektrisch unterstützten E-Bikes, Pedelecs oder abonnierte Tauschräder, wie Swapfiets und andere.

Während im linksrheinischen Kreisgebiet und entlang des Rheins das Radfahren eine lange Tradition hat und es vielfältige Angebote, wie beispielsweise die „Apfelroute“ gibt, wird das Radfahren im Bergischen immer beliebter.

Ins Schwärmen gerät Felix Knopp, Wegemanager des Rhein-Sieg-Kreises, wenn er von den neu ausgearbeiteten Rundfahrradtouren in der Naturregion Sieg – quer zum Radweg Sieg – spricht. „Ganz tolle Erlebnisse und Pisten abseits dessen, was man vom Autofahren kennt“, seien diese. Entstanden seien die Routentipps beim Marathonlaufen. Schließlich kenne er die Gegend wie seine Westentasche. Die Touren queren auch die bekannten Wege wie den Natursteig Sieg und die Erlebniswege. Das Besondere: die gute Infrastruktur und Anbindung. „Wenn man am Startpunkt ankommt, ist man schon da, wo man direkt abschalten kann. Das ´hier-kann-ich-genießen´-Gefühl kommt auf“, verspricht Felix Knopp. Nach einem high-light gefragt, purzeln die Touren-Empfehlungen so heraus. Jede Tour halte ganz eigene Erlebnisse bereit: Heidevegetation, Wahnbachtalsperre. Absolute high-lights seien die 58 km-lange Nutscheid-Tour zwischen Windeck und Eitorf, offiziell auf den Namen „Höhenflug“ getauft, und die 37 km-lange „Hanf im Glück“-Tour rund um Hennef und Eitorf.

„Höhenflug“ erfordert zu Beginn tatsächlich einen steilen Anstieg von der Sieg auf den Höhenzug. Hier erwarten den Radfahrenden 30 km autofreies Bewegen in der Natur. „Es geht mal rauf, mal runter. Es radelt sich gut. Einfach eine klasse Tour“, zeigt sich Felix Knopp begeistert. Und: wer den Anstieg nicht per E-Bike bewältigt, sondern den Drahtesel schiebt kann wunderschön über Streuobstwiesen blicken.

Eine „Bilderbuchlandschaft“ zeichnet die Gegend rund um Hennef und Eitorf aus. Die Radtour „Hanf im Glück“ führt hauptsächlich entlang einer ehemaligen Bahntrasse. Zum Ende der Tour erwartet den oder die Radfahrenden ein „toller Blick über das Hanfbachtal, bis hin zum Siebengebirge, die Nutscheid und Leuscheid“, weiß Wegemanager Felix Knopp.

Die Fahrradstrecken durch den östlichen Rhein-Sieg-Kreis bieten gute Anbindungen an das Bahnnetz und die Infrastruktur. Auf ihnen lassen sich die Weiler, die Kulturlandschaft sowie die Natur mit ihrer abwechslungsreichen und vielfältigen Fauna und Flora schöner und vor allem viel sicherer erkunden als auf den Autostraßen, wo auch immer wieder E-Bike-Fahrerinnen oder –Fahrer zu finden sind.

Der Rhein-Sieg-Kreis bietet nicht nur attraktive Freizeitrouten. Circa 1.000 Kilometer umfasst das Hauptnetz der beschilderten Radrouten im Rhein-Sieg-Kreis. Viele Radrouten verlaufen unabhängig vom Straßenverkehr, hingegen 300 Kilometer auf Radwegen entlang der Straßen. Zwei neu ausgewiesene RadPendlerRouten von jeweils 20 km-Länge verbinden die linksrheinischen Kommunen mit Bonn. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS) hat sich der Kreis den Ausbau des Radwegenetzes zur Förderung der Alltagsmobilität auf die Fahnen geschrieben.

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